Petra Schwarz – Autorin von Vampirromanen

Petra Schwarz

Vampire begegnen dem Leser derzeit überall. Doch viele Vampire erinnern den Leser an die Twilight-Saga, sprich: Es handelt sich um moderne Vampire. Fernab dieser Vampire gibt es jedoch jene, die klassisch gehalten sind. Eine Autorin klassischer Vampirromane im Stile Graf Draculas stelle ich Euch heute vor…

Petra Starosky, Jahrgang 1966, und heute unter bürgerlichen Namen Petra Schwarz in Blankenfelde wohnend, stammt aus der niederschlesischen Oberlausitz. Geboren in Bad Muskau, aufgewachsen in Krauschwitz und Sagar verschlug es sie in den 80er Jahren in die Nähe von Potsdam. Als Sekretärin und Bürokauffrau ist Schreiben seit vielen Jahren ihr tägliches Brot. Und auch die Idee, einen Roman zu schreiben, hat ihren Ursprung in einer beruflichen Episode. Wenn der Bauträger ein altes Schlösschens kauft und dann mit Fledermäusen zu kämpfen hat, sind Vampire wohl nicht weit. Ihr Debütroman “Euleborn – verhängnisvolle Neugier” erschien im Mai 2010 im NOEL-Verlag. Weitere Ideen scharen schon mit den Füßen, um aufs Papier gebracht zu werden.


Nicolas Certa
Hallo Petra, es freut mich, dass Du Dich für ein kurzes Interview zur Verfügung stellst. Erzähl doch bitte etwas über Dich. Wer bist Du, was machst Du?

Petra Schwarz
Im richtigen Leben bin ich seit vielen Jahren Bürokauffrau bei einem Bauträger in Berlin, nebenbei Mutter und Hausfrau. Meine Ausflüge ins Reich der Fantasie sind für mich ein guter Ausgleich zum „trockenen“ Bürodeutsch und manchmal sogar eine kleine Flucht aus dem Alltagstress.

Nicolas Certa
Dein Erstlingswerk Euleborn — verhängnisvolle Neugier erschien im Mai 2010 im NOEL­Verlag. Wie lange hast Du daran geschrieben?

Petra Schwarz
An Sophies Tagebuch habe ich rund 6 Monate geschrieben. Vorher hatte ich aber bereits einige Zeit über Vampire und über Schlesien recherchiert, viele Bücher gelesen und sogar das Eulengebirge, Tummelplatz meiner Vampire, besucht.
Danach habe ich ungefähr nochmals die gleiche Zeit zum Überdenken und Überarbeiten gebraucht, bevor ich das Manuskript Anfang des Jahres an eine Reihe von Verlagen gesandt habe.

Nicolas Certa
Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Gab es einen Auslöser oder hegtest Du bereits seit langer Zeit den Wunsch, Deine Geschichte niederzuschreiben?

Petra Schwarz
Vampire, besonders die von Anne Rice, faszinierten mich schon lange. Als mein damaliger Arbeitgeber ein altes Schlösschen bei Dresden kaufte und die Kleine Hufeisennase (eine kleine Fledermausart) die Projektentwickler vor schier unlösbare Probleme stellte, formte sich die Idee zu einer Vampirgeschichte in meinen Kopf.
Die veröffentlichte Geschichte ist ein Teil des Gesamtkonzeptes und soll später als Tagebuch der Vorfahrin Sophie noch eine bedeutende Rolle spielen.

Nicolas Certa
Vampire findet der Leser derzeit überall. Was macht Deine so besonders?

Petra Schwarz
Das Buch erzählt aus der Sicht eines Webermädchens über die Vampire. Sie entdeckt das grauenvolle Geheimnis der Burgherrin und gerät selbst in die lüsternen Fänge eines jungen Vampirs.
Meine Vampire verkörpern das Böse aus alten Legenden und betrachten die Menschen einfach nur als ihre Nahrung.
Ich habe die Geschichte in das historische Umfeld zu Beginn des 19. Jahrhunderts eingebettet und versucht, Landschaft und Leben der Dorfbewohner einfließen zu lassen.

Nicolas Certa
Würdest Du Deine Geschichte eher als klassisch oder modern bezeichnen?

Petra Schwarz
Eine alte, verlassene Burg, Wölfe und Vampire, die am liebsten Jungfrauenblut mögen, würde ich eher klassisch nennen. Und nicht zu vergessen, die Geschichte beginnt im Jahr 1802.

Nicolas Certa
Arbeitest Du bereits an einem neuen Roman?

Petra Schwarz
Ich würde sagen, ich habe Blut geleckt, also Spaß am Schreiben gefunden. Im Moment schreibe ich an der Geschichte der Vampirgräfin Annabella, wie sie zu dem wurde, was sie in „Euleborn – verhängnisvolle Neugier“ bereits ist. Soviel mag ich schon verraten, die Geschichte beginnt ca. 1390 im Bulgarien. Dorthin wird mich auch mein Urlaub im September führen, sozusagen auf Spurensuche in der Geschichte.

Nicolas Certa
Wie können wir uns Deinen Arbeitsplatz vorstellen? Abgedunkelt, schummrig? Oder bevorzugst Du ein helles Ambiente?

Petra Schwarz
Mein liebster Platz zum Schreiben ist im Garten unter meiner großen Weide, wenn es das Wetter zulässt. Für weniger sonnige Tage bevorzuge ich doch eher mein gut beleuchtetes Büro im Haus.

Nicolas Certa
Dein Lieblingsbuch?

Petra Schwarz
Mein Lieblingsbuch ist erstaunlicherweise kein Vampirroman, sondern Oxygenien von Klara Feher. Aber ich lese auch sehr gern die Romane von Anne Rice und Steven King.

Nicolas Certa
Vielen Dank für das Interview!

Petra Schwarz
Nichts zu Danken, es hat mich sehr gefreut.


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