Josef Oberhofer – Krimiautor aus Österreich

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Josef Oberhofer

Josef Oberhofer wurde am 23.Dezember 1959 in Weppersdorf (Österreich) geboren, besuchte das Bundesrealgymnasium in Oberpullendorf, wo er 1978 maturierte. Josef Oberhofer absolvierte die Pädagogische Akademie in Eisenstadt (HS-Lehramt für Deutsch und Biologie/Umweltkunde). Bereits in seiner Gymnasialzeit schrieb er zahlreiche utopische Romane, veröffentlicht wurden diese damals jedoch nicht. Nach langer schriftstellerischer Pause begann er sich für Kriminalliteratur zu interessieren. Klassische Krimis aus Großbritannien hatten es Josef Oberhofer angetan. Von da an dauerte es nicht mehr lange bis er den Entschluss fasste, zukünftige literarische Werke ebenfalls in diesem Genre anzusiedeln. Josef Oberhofer erzählt nicht nur aus der Sicht der Polizei und der Betroffenen. Stets versucht er, seinen Lesern die Gedankenwelt des Mörders zugänglich zu machen.

Bisher veröffentlichter Kriminalroman: “Moormond”, Verlagshaus Hernals, 2010

"Moormond", Verlagshaus Hernals, 2010

Nicolas Certa:
Josef, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Veröffentlichung von Moormond. Verrate uns doch bitte, worum es darin geht!

Josef Oberhofer:
Moormond: Im Bodmin-Moor in Cornwall werden Leichenteile gefunden. Mehrere Menschen wurden hier “entsorgt”. Die Kripo Plymouth bittet den dort urlaubenden Yorker Chief Inspector John Andrews um Unterstützung. Ist es die sagenumwobene Bestie von Bodmin, die nachts durch den Sumpf streift und sich Menschen holt, oder treibt ein Serienkiller dort sein Unwesen? Namenloses Grauen erwartet die Ermittler, als sie – im wahrsten Sinn des Wortes – immer tiefer in einen “Sumpf” aus Hass und Mordlust vordringen….

Nicolas Certa:
Du gibst an, dass Dich besonders Krimis aus Großbritannien faszinieren. Wie kommt es dazu?

Josef Oberhofer:
Ich habe viele Krimis aus GB gelesen, die dortigen Landschaften (Heidemoore, Kreideküsten etc.) faszinieren mich mehr als unsere Landschaft hier, drum spielen meine Krimis dort.

Nicolas Certa:
Wer sind Deine Vorbilder von der Insel? Agatha Christie? Sir Arthur Conan Doyle?

Josef Oberhofer:
Vorbilder: A.C. Doyle, Val McDermid, Stuart MacBride, Ian MacDowall, Jim Kelly, Ian Rankin,….

Nicolas Certa:
Du bist seit 25 Jahren Hauptschullehrer. Macht es Dir noch Spaß? Inspiriert es Dich vielleicht sogar?

Josef Oberhofer:
Fast 30 Jahre Lehrersein sind mehr als genug. Ich wäre am liebsten nur noch Krimiautor.

Nicolas Certa:
Früher, als Du selber noch zur Schule gegangen bist, hast Du Science Fiction geschrieben. Warum hast Du es aufgegeben? Waren die Werke nicht gut genug? Existieren sie noch und warten in einer Schublade verborgen auf eine Veröffentlichung?

Josef Oberhofer:
In den Siebzigerjahren schrieb ich SF-Romane (ähnlich wie Perry Rhodan), sie waren nicht schlecht (liegen irgendwo im Keller, werden aber sicher nicht mehr veröffentlicht). Aber das ist Geschichte. Jetzt sind mir meine Krimis wichtig.

Nicolas Certa:
Wie recherchierst Du? Ich denke, ein spannender Roman benötigt viel Vorarbeit.

Josef Oberhofer:
Genaueste Recherchen sind mir sehr wichtig. Ich sage immer: Ich recherchiere jeden Meter, den ich meine Figuren im Roman gehen lasse. Oder fast jeden Meter. Hilfen: maps.google, Reiseführer, Fotos im Internet…. Bevor ich selber nicht in der Landschaft geistig spazierengehen kann, fange ich nicht mit dem Roman an.

Nicolas Certa:
Konstruierst Du die Ermittlungen ganz nach Deinen eigenen Vorstellungen? Oder hast Du Kontakte zur Polizei?

Josef Oberhofer:
Kein Kontakt zur Polizei, aber auf diversen öffentlichen Polizeiwebsites Großbritanniens kann man sich schon einige Infos holen. So realistisch wie möglich, ist meine Devise.

Nicolas Certa:
Arbeitest Du bereits an einem neuen Roman?

Josef Oberhofer:
Es wären bereits vier weitere Krimis fertig in der Schublade, aber so schnell geht das Veröffentlichen leider nicht. Bitte warten….

Nicolas Certa:
An welchem Ort schreibst Du am liebsten?

Josef Oberhofer:
Wo ich am liebsten schreibe? In meiner kleinen Wohnung am östlichen Rand von Österreich, im Burgenland, nahe der ungarischen Grenze. Wenn´s dann noch ordentlich blitzt und kracht, ist das die perfekte Kulisse für einen neuen Krimi, der irgendwo an der nordwestschottischen Küste spielt, wo´s auch gerade blitzt und kracht…

Nicolas Certa:
Josef, vielen Dank für das Interview. Ich wünsche Dir noch viele spannende Ideen und erfolgreiche Veröffentlichungen.

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