Worum es geht
Grotesk verstümmelte Leichen tauchen aus dem Schneematsch des Frankfurter Winters auf. Zugleich überfluten grauenhafte Videos die sozialen Netzwerke und das Internet, die selbst den hartgesottenen Frankfurter Großstadtsheriff Jim Devcon nicht kaltlassen: Sie zeigen abartige pseudowissenschaftliche Experimente, bei denen eine Versuchsperson die andere mit Stromschlägen foltert und schließlich tötet.§Der Hauptkommissar und sein Team stehen von Tag zu Tag stärker unter Druck, die Polizei präsentiert sich hilflos, bis eine Spur zu einem unaussprechlich bösen Gegner aus Devcons Vergangenheit führt…
Dieses mörderische Duell ist nichts für schwache Nerven!t
Kritische Worte
Ein neuer Fall für Jim Devcon. Verstümmelte Leichen, erschreckende Videos im Netz. Folterszenen, welche die gestörte Psyche eines Täters widerspiegeln.
Eva Lirot hat sich erneut auf den Tasten ihrer Tastatur ausgetobt und Jim Devcon einen neuen Fall beschert. Menschen werden zu sadistischen Schüler-Lehrer-Experimenten herangezogen. Gelockt von einem sadistischen Täter, der nur ein Ziel vor Augen hat: töten!
Doch irgendeine Verbindung zu Devcon scheint es ebenso zu geben. Dieser erhält Post vom Mörder seiner Familie. Spielt hier der grausame Mörder ein neues Spiel mit Jim Devcon?
Nun, das werde ich an dieser Stelle sicher nicht verraten.
Vielmehr muss ich soeben an SAW denken. War es dort doch ebenfalls ein Wahnsinniger, der nichts besseres zu tun hatte, als sich Opfer zu suchen, die er qualvoll ihrem eigenen Schicksal überliess, welches er ihnen strickte.
Sicher, das Werk eiskalte ekstase hat einen deutlichen Hang zur Darstellung von Folter. Allerdings hält uns Eva Lirot in ihrer kühlen Distanz zum Geschehen einen tragischen Spiegel der Gesellschaft vor Augen. Sensationsgier. Eva zeigt auf, wie schnell sich Videos im Web verbreiten können.
Was allerdings auf der Strecke blieb ist die Hauptfigur, Jim Devcon. Es war in meinen Augen leider nicht mehr der alte Devcon – vergleichbar eher mit Ian Malcolm, gespielt von Jeff Goldblum in Jurassic Park. Von seiner Rolle war ebenfalls nicht mehr viel übrig, als er erneut in die Rolle des Chaosmathematikers stieg. Schade, hier hätte Eva Lirot mehr raus machen können.
Mein Fazit
Nach Seelenbruch! lag die Messlatte sehr hoch. An einigen Stellen hat Eva Lirot verrissen, hätte das ein oder andere Mal mehr Anlauf nehmen sollen. Alles in allem liest sich eiskalte ekstase jedoch keineswegs schlecht. Lediglich das Ende… nun ja, ich hätte es mir anders gewünscht… und… ein Opfer wird mit dem mg hingerichtet… die szene ist politisch etwas grenzwertig
Meine Empfehlung für diesen Roman: lesenswert!
Über die Autorin
Eva Lirot wurde 1966 in Diez an der Lahn geboren und ist vergleichsweise wohlbehütet in der Umgebung von Limburg aufgewachsen. Nach berufsbedingter Wanderschaft durch den Großraum Hessen, die USA und Kanada, lebt sie seit einigen Jahren mit ihrem Mann wieder in Limburg. 2002 begann sie ein Studium in den Fächern Literaturwissenschaft und Psychologie. Heraus kam ein Magister – und ihr erster Kriminalroman.
Mehr über Eva erfahrt Ihr auf ihrer Website.
Daten zum Buch
Titel: eiskalte ekstase – Genre: Thriller – Autor: Eva Lirot – Verlag: Sutton Verlag – Erschienen: 2012 – Umfang: 235 Seiten – ISBN: 978-3-86680-956-7Weitere Bücher der Autorin
Rendezvous mit dem kleinen Tod – Seelenbruch!Quellen:
- Cover: Sutton Verlag
- Autorenwebsite: www.eva-lirot.de

